Abstract

Es ist ein sehr ursprünglicher wie banaler Wunsch Dinge verstehen zu wollen!

Doch wie genau geht man vor wenn man etwas verstehen will? Produziert man einen Fragebogen, fragt man seine Frage direkt in ein Gesicht oder lässt man einen Sensor Werte produzieren? Was auch immer man tut, solch befragende Konstellationen sind immer ( gewollt oder oft auch ungewollt ) immer gestaltet bzw Gestaltungen. Mit eben dieser Prämisse beginnt das Projekt Probes ( engl. Sonde, Untersuchung, Sample ). Wir wollen interessante Fragen ( oder Ahnungen von solchen ) finden, entwickeln und diese, in Form von zB Messgeräten, Gadgets, Räumen, Situationen, Erlebnissen, gestalten und zur Anwendung bringen. So sollen durch unsere Gestaltungen zB Antworten, Erkenntnisse, Handlungsaufforderungen oder zumindestens neue, noch interessantere Fragen produziert werden.

Fragen

  • Wollen wir etwas herausfinden was von allgemeinem Interesse ist, nur für eine spezielle Gruppe oder gar für nur eine Person?
  • Warum will man überhaupt etwas verstehen? ist das verstehen zunächst nur selbstzweck? oder hat es das ziel handlungsfähigkeit zu generieren? ( design for change )
  • Was, wenn das Interesse ersteinmal nicht mehr als eine Ahnung ist und noch gar nicht so richtig zu einer Frage werden will? Wie kann man durch Gestaltungen Fragen an das Tageslicht bringen?
  • Welche teilhabe haben die Befragten in der Entwicklung von Befragungen? ( participatory design )
  • Welche nicht-verbalen Formen der Befragung gibt es?
  • Das stellen von Fragen hat immer auch Effekte. Wie wäre es Situationen oder Dinge zu gestalten die zwar Fragen stellen, wobei allerdings das Fragen selber wichtiger ist als die Antworten auf diese?
  • Muss man eine Frage bzw ein Interesse selber entwickeln oder kann man auch die Fragen anderer nehmen und sie durch besonders relevante Gestaltungen bearbeiten?