First Meeting: 2025-10-29 10:00
Conversations on Node: http://dm-hb.de/rotg-mm
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mit der nun anstehenden End of Semester Presentation (EoSP) endet die vorlesungszeit und auch unsere regelmässigen treffen. ihr habt im letzten semestser eine eigene arbeit entwickelt und diese auch schon teilweise umgesetzt und damit angefangen zu zeigen, dass das was ihr vorhabt machbar, interessant und relevant ist. schön!
versucht für diese präsentation nun aber noch einmal eure arbeit auf ein plateaux zu bringen, so dass allen anderen möglichst klar wird worum es euch geht, dass euere arbeit machbar ist und warum eure arbeit relevant ist!
in dieser präsentation geht es einerseits darum darzustellen was eure arbeit jetzt schon ist, aber auch was sie am ende sein wird. dazu ist es fast unablässig solche fragen zu beantworten wie zB wie wird meine arbeit am ende genau gezeigt? oder was muss noch passieren bis die arbeit fertig ist?. visualisierungen und andere formen der darstellung spielen hier natürlich auch eine wichtige rolle; experimentiert und spielt gerne auch damit [^1].
nehmt euch 7min zeit für die vorstellung eurer arbeit; nicht mehr, aber nicht weniger.
ladet eure präsentation bitte ausserdem vor dem treffen, in den MS Team im folder End of Semester Presentation, hoch. am besten packt ihr alle eure dateien in ein ZIP file und benennt es mit namen und (arbeits-)titel zB dennisppaul--anti-social-network-a-single-person.zip.
im anschluss an die präsentation habt ihr dann die gesamte vorlesungsfreie zeit um eure arbeit zu beenden. im april wird dann ausgestellt!
PS { die ausstellung ist keine pflicht und nur für die von euch die wirklich wollen. alle anderen geben bitte bis zum ausstellungstermin eine präsentation und eine umfassende dokumentation ab. }
[^1]: vielleicht ist ja auch schon ein visual dabei dass wir auf eine website für die ausstellung stellen können.

slightly unrelated … some time ago i started a collection of things that IMHO qualify as interesting gizmos/gadget/device: https://oop.dennisppaul.de
In diesem Projekt wollen wir poetische Gadgets, spekulative Devices, disobedient Objects oder einfach nur seriously schöne Geräte entwerfen und konstruieren. Aber warum das Ganze? Und warum jetzt?
Hartmut Rosa sagte einmal über den Verlust von Resonanzbeziehungen in der modernen Gesellschaft, dass wir die Dinge nicht mehr in uns einladen, das heißt, wir verarbeiten sie nicht mehr tiefgehend, sondern konsumieren sie oberflächlich. Wir gehen also nicht mehr in die Dinge, was bedeutet, dass wir uns nicht mehr auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist, und die Welt nur noch als Mittel zum Zweck betrachten.
Je reibungsloser die Dinge werden, desto mehr konsumieren wir sie; desto weniger laden wir sie in uns ein. Und ganz ehrlich: Die fortlaufende Digitalisierung, im Sinne einer Virtualisierung und Entkörperlichung, hilft hier auch nicht gerade ( wenngleich sie sicher nicht die einzige Ursache ist ). Was tun? Wie können wir wieder Resonanzbeziehungen zur Welt, zur Umwelt, zu uns selbst herstellen?
Interaktionen im Raum: Gestalterisch wollen wir der Annahme nachgehen, dass die Materialität und Körperlichkeit der Geräte, der Services und der Daten, mit denen wir uns umgeben, eine wichtigere Rolle spielen, als es uns oft suggeriert wird. Wenn wir wie ein Shrimp an der Bushaltestelle über unser Smartphone gebeugt sitzen und doom-scrollen, dann tun wir das in unseren Körpern, mit dem Finger auf einer Glasoberfläche wischend, das Smartphone und auch wir sind vor Ort ( Datenräume ). Wenn wir einen Film schauen, egal ob YouTube oder Kino, dann passiert das an einem bestimmten Ort, an dem es lärmt, riecht und der mit anderen Dingen, und manchmal Menschen, gefüllt ist. Wir tragen gewisse Klamotten, schauen mal links, mal rechts; kurzum: Wir schauen den Film in einer Welt, und das bedeutet etwas; damit kann man gestalten ( Expanded Cinema ). So beeindruckend und disruptiv ein ( sogenanntes ) Artificial-Intelligence-System auch sein mag, es hat kaum einen echten Körper: “It has been nowhere, it has endured nothing“, wie Nick Cave einmal in einem Rant sagte. Doch was könnte das für ein Körper sein, den wir einem solchen System als Gestalter:innen geben ( Physical Interfaces for AI )?
Und wer weiss es schon, vielleicht ist genau dieses “In-der-Welt-Sein“, wie Heidegger schrieb, bzw dieses “In-die-Welt-Bringen“ der Strohhalm, der das Gestalten so wichtig, einzigartig und schlussendlich menschlich macht.
Return of the Gizmos.